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4000 verkaufte Bücher sind doch toll! Warum wir dennoch werben, hier die ganze wahre Geschichte:

Am Erscheinungstermin von „Mörderhölzli“ wollte eine sehr grosse Wochenzeitung über den Fall, meine Ermittlungen und mein Buch berichten (mein Verleger jubelte). Diese Gratiszeitung bekam sogar noch die Exklusivrechte, die eigentlich beim Tagesanzeiger waren. Ich hatte ein stundenlanges Fotoshooting im Mörderhölzli hinter mir, der Text war bereits abgesegnet. Mein Verleger wusste aus eigener Erfahrung: So werden Bestseller gemacht. Er bestellte die Zweitauflage von Mörderhölzli.

Drei Tage vor der Erscheinung des Artikels entschied der Chefredaktor, den Mörder im Bericht namentlich zu nennen.

Man bedenke: Die Frage „Wer war es?“ war mehr als 100 Jahre lang offen geblieben und diese Frage stellt sich der Leser am Anfang des Buches. Man wollte also alles vorwegnehmen und diese brisante Antwort der ganzen Schweiz einfach so verraten. Drei Jahre Arbeit von mir: Zack! Fall gelöst …

Der Chefredaktor liess sich nicht umstimmen. Ich stoppte verzweifelt den ganzen Artikel.

Ich bin meinem Verleger immer noch dankbar für seinen Respekt, denn er hat meinen Entscheid in dieser Sache akzeptiert. Er selbst hätte den Bericht laufen lassen und vermutlich wären die Verkaufszahlen dann wirklich noch besser gewesen. Aber geht es denn nur um Verkaufszahlen?

Einerseits aus Dankbarkeit Adi gegenüber setzen ich und der Verein AnnaMüller uns ein, dass möglichst viele dieser „überzähligen“ Bücher doch noch verkauft werden. Nicht nur, dass Lager-Bücher Geld kosten; ein anderes Damoklesschwert schwebt über uns:

Altershalber und aus gesundheitlichen Gründen wird Adi Suter seinen WOA Verlag aufgeben müssen, einen Nachfolger gibt es nicht.

Der Verein AnnaMüller hat per 1. Dezember 2016 sämtliche Rechte übernommen und eine neue ISBN-Nr. für das Mörderhözli gelöst. Es geht also weiter :-)

 

„Mörderhölzli“ ist mein Sühneversuch für Anna, meine Vorfahrin, die vor mehr als 110 Jahren brutal getötet und dann mehr als 100 Jahre lang totgeschwiegen wurde. Ihr bin ich nach wie vor mit meinem Herzen verpflichtet.